Confessions of a confused Mind

Montag, Dezember 19, 2005

Coromandel Peninsula


So, nach etwas mehr als einer Woche hab ich heute die paradiesische Coromandel hinter mir gelassen und mich in die Bay of Plenty, genauer gesagt nach Mount Manganui vorgewagt. Demnaechst werd ich hoffentlich dazu kommen Fotos von der Halbinsel zu verschicken und auf den Blog zu posten, denn mir fiele nichts wirksameres ein winterdepressive, vom Weihnachtstroubel genervte Mitteleuropaeer neidisch zu machen, als Bilder von abgelegenen, friedlichen, wunderschoenen und mit scharlachrot bluehenden Pohutukawabaeumen ueberwucherten Buchten. Wer sich dafuer interessiert kann sich ja an dieser Stelle eine Karte von Neuseeland schnappen, auf der Nordinsel oestlich von Auckland nach der Coromandel suchen und meine Tour nachverfolgen: Also, in Thames gings los mit einem recht kurzen Aufenthalt, den ich mit dem Aufstieg auf die Pinnacels ausgefuellt habe, wobei ich in Begleitung einer komplett durchgedrehten, 37-jaehrigen Gaertnerin aus Stuttgart und einem Sozialarbeiter aus Denver war. Die naechste, so richtig kurze Station war dann Coromandel Town, wo ich mich nur mit einem Hafenspaziergang von der atemberaubenden Fahrt entlang der Kueste ueber den SH25 erholt habe, um dann gleich weitere 70km gen Norden zu fahren, wobei ich nach 20km die letzte Ortschaft (Colville) hinter mir liess und von da an nur noch ueber Schotterstrassen ruckelte, bis ich dann schliesslich in Fletcher Bay ankam, gaaaaaaanz oben im Norden, komplett abgelegen und einfach idyllisch. Dort bin ich den Coromandel Coastal Walkway abgewandert - vielleicht eine der landschaftlich schoensten Strecken die ich je gegangen bin. Der naechste Stopover wurde dann Whitianga, gefolgt von Hahei Beach, einem der schoensten Straende, die ich je gesehen habe, allerdings mit Abstand nicht so beeindruckend wie der Strand um die Cathedral Cove, die ich von dort aus besichtigt habe und den winzig kleinen, wunderschoenen Buchten auf dem Weg dahin. Gestern hab ich mir dann schliesslich den Hintern in einem selbstgebuddelten (ich muss allerdings zugeben: nicht von mir) Wasserloch am Hot Water Beach verbrannt und bevor ich heute morgen hier her gefahren bin hab ich die nacht in Whangamata verbracht. Mitgekommen? Bald folgen Bilder und ein umfassender Bericht von der Ostkueste.

Freitag, Dezember 02, 2005

Tongariro Crossing


Trotz immer noch fehlender Kamera bin ich gestern auf meiner Things-to-do-in-Taupo-Liste von "aus einem Flugzeug springen" zu "einen aktiven Vulkan ueberqueren" fortgeschritten. So kam es, dass man mich in aller Fruehe (6.20) mit mind. 1000 anderen Hikern zum Tongariro National Park gekarrt und auf einer schier endlosen, von Bergen umgebenen und von den drei Vulkanen Tongariro, Ruhapehu und Nghauruhoe ueberschatteten Ebene, die uebrigens Schauplatz der grossen Schlacht um Mittelerde featuring Elrond, Isildur und Sauron am Anfang von Die Gefaehrten war, rausgeworfen hat und von dort nahmen wir dann alle den 7-8 Stunden Track in Angriff. Nach etwa einer Stunde Marsch durch oben beschriebene Landschaft musste ich mich die Devil's Staircase hinaufguaelen; verdammt, sie verdient ihren Namen! Aber die Aussicht von oben ... Es lohnt sich einfach! Nach einem ziemlich gemuetlichen Spaziergang durch den South Crater und einem sich anschliessenden, wiederum ziemlich steilen Aufstieg sind wir letztendllich am hoechsten und dem Wind am meisten ausgesetzten Punkt des Crossing angelangt: Dem Red Crater ... Ich hab noch nie in meinem Leben etwas so unfassbar faszinierndes gesehen wie diesen Krater und die Vulkanseen, die man von dort oben ueberblickt. Man kann einfach nicht glauben, dass die Emerald Lakes tatsaechlich von Natur aus so klar und krass tuerkis sind. Wahnsinn! Und ueber allem thront Mount Nghauruhoe, oder Mount Doom, wie man auf dem Foto hoffentlich erkennt.
Es war wirklich ein sagenhafter Trip. Man kommt sich vor wie auf einem anderen Planeten. Allerdings war ich anschliessend auch ziemlich alle, aber es hat sich so was von gelohnt! Die Bilder sind leider nicht vom feinsten (Wegwerfkamera) aber besser als nichts. Ich hoffe, sie gefallen euch. Gruss, euer Volcanocrosser